Pressemitteilung, 25.02.2026
Wolf und Weidetiere: Unterstützung für Tierhalter
An der finanziellen Förderung mangelt es zum Glück nicht

Foto: Hannes Huber
Oppenau – Grünen-Stadtrat Hannes Huber begrüßt die Anregung von CDU-Stadtrat Dr. Jörg Peter in der letzten Gemeinderatsitzung, Tierhalter im Renchtal angesichts der Anwesenheit eines Wolfs zu unterstützen. „Mit dieser Anregung kann nur gemeint sein, den Herdenschutz durch Zäune weiter zu verbessern. Wobei klar ist: An einer finanziellen Förderung mangelt es an dieser Stelle zum Glück nicht“, sagt Huber.
Das Land finanziert das Material für wolfsabweisende Zäune seit langem zu 100 Prozent – sowohl für Profi- als auch für Hobby-Tierhalter. Der Arbeitsaufwand wird bei einer Nachrüstung ebenfalls zu 100 Prozent vom Land bezahlt. Und auch die Zaunpflege wird gefördert. Qualifizierte Beratung gibt es für Tierhalter zudem bei der Forstlichen Versuchsanstalt – kostenlos.
Das zumindest ist die aktuelle Regelung, die das grüne Umweltministerium eingeführt hat. „CDU-Agrarminister Peter Hauk hat den Wolf an Heiligabend in einer Nacht- und-Nebel-Aktion leider ins Jagdrecht und damit in die Zuständigkeit seines Hauses überführt. Es bleibt jetzt abzuwarten, ob die Förderung wie gehabt weiterläuft. Dafür setze ich mich gerne zusammen mit den Kollegen von der CDU ein“, sagt Huber.
Der geplante Abschuss des Hornisgrindewolfs habe nichts mit dem Schutz von Weidetieren zu tun, betont Huber. Er soll abgeschossen werden, weil er ein auffälliges und potenziell gefährliches Verhalten gegenüber Hunden und Menschen zeigt – eine Einschätzung, die Huber nicht überprüfen kann. Das bedeute aber nicht, dass Wölfe auch getötet werden dürfen, weil sie ungeschützte Weidetiere reißen. „Allenfalls wenn sie mehrfach gut geschützte Herden angreifen, ist ein Abschuss möglich und in meinen Augen auch sinnvoll“, sagt Huber.
Wölfe zu töten ist aus Sicht der Wissenschaft kein geeignetes Mittel, um Herden zu schützen. Denn da man – völlig zu Recht – nicht alle Wölfe ausrotten darf, kommen immer wieder Wölfe nach, die eine potenzielle Gefahr für Weidetiere sind. An einem besseren Schutz von Weidetieren durch Zäune und Herdenschutzhunde führt daher kein Weg vorbei – völlig unabhängig von der Anzahl der anwesenden Wölfe. „Das ist aufwendig und ich verstehe, dass viele Tierhalterinnen und Tierhalter davon nicht begeistert sind. Aber es ist möglich – auch in unserer schwierigen Topografie. Mehr noch: Es ist der einzig sinnvolle Weg“, sagt Huber.
Infos zur Förderung des Landes: https://um.baden-wuerttemberg.de/de/umwelt-natur/biologische-vielfalt-und-mensch/artenschutz-und-management/wolf/herdenschutz-und-foerderung/foerderung-herdenschutzmassnahmen
