Inhaltliche Eckpfeiler

Von der Energiewende über die soziale Teilhabe, vom Ausbau der digitalen Infrastruktur bis zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels: Der Erfolg grüner Herzensanliegen entscheidet sich vor Ort in den Gemeinden. Gute Kommunalpolitik zu machen, heißt für uns, das Leben der Menschen vor Ort ganz konkret zu verbessern – und dabei nie die langen Linien und großen politischen Zielmarken aus dem Blick zu verlieren.

Ja zur Windkraft – auch in Oppenau

Windrad
©Ronny/Adobe Stock

Die überfällige Energiewende wird nur gelingen, wenn wir auch die Windenergie weiter ausbauen – explizit auch im Süden Deutschlands. Wir sind daher offen für Windräder auf Oppenauer Gemarkung, wo das mit Blick auf den Schutz der biologischen Vielfalt verantwortbar ist. Da wir alle elektrischen Strom nutzen, halten wir es für geboten, unseren Anteil an den unerwünschten Auswirkungen der Stromerzeugung etwa auf das Landschaftsbild mitzutragen. Durch Bürgerenergieanlagen könnte zumindest der wirtschaftliche Vorteil bei den Menschen im Ort verbleiben. Dass in Oppenau seit 2014 (!) ein Windpark geplant ist, aber sich nach wie vor keine Windräder drehen, ist für uns nicht akzeptabel. In diesem Schneckentempo darf es bei der Energiewende nicht weitergehen!

Mehr Photovoltaik in Oppenau – auch auf öffentlichen Gebäuden

Photovoltaik
©Jamrooferpix/Adobe Stock

Oppenau hat bei der Nutzung von Solarenergie viel Endwicklungspotential. Auf den meisten kommunalen, kirchlichen und privaten Gebäuden ist noch viel Raum für Photovoltaikanlagen. Sinnvoll wäre es, ein Solarkatasters zu erstellen, um den Ist-Zustand zu erfassen und Potenziale sichtbar zu machen.

Mobilität nachhaltiger gestalten

Fahrrad am Bahnhof: Mobilität in Oppenau
©Hannes Huber

Auch im ländlichen Raum muss die Mobilität nachhaltiger werden. Oppenau ist zwar grundsätzlich ans Bus- und Bahnnetz angeschlossen. Attraktiv sind die Verbindungen jedoch in den wenigsten Fällen. So verkehren beispielsweise die Züge nach Offenburg noch nicht einmal tagsüber verlässlich im Stundentakt. In den Abendstunden ist die Anbindung völlig inakzeptabel. Mit der Verbreitung von E-Bikes gewinnt das bergige Oppenau zunehmend Potenzial für den Fahrradverkehr. Was fehlt, ist eine attraktive Infrastruktur. So mangelt es beispielsweise erheblich an geschützten Abstellmöglichkeiten und an sicheren Radwegen für (Schul-)Kinder, Tourist*innen und andere Radfahrende. Dass das Stadtbild von parkenden Autos dominiert wird, die eine sichere Nutzung der Straßen für Radfahrende deutlich erschweren, steht sinnbildlich für die Herausforderungen in diesem Bereich.

Fokus auf nachhaltigen Tourismus

Allerheiligenwasserfälle in Oppenau
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Der Tourismus ist für Oppenau von zentraler Bedeutung. Als Nationalparkgemeinde sollte die Stadt ihr Potenzial für den nachhaltigen, sanften Tourismus ausspielen. Dazu gehören begeisternde Naturerlebnisangebote, eine Belebung der Innenstadt durch Gastronomie und gute Angebote für eine nachhaltige Mobilität. Das Potenzial ist enorm! Oppenau hat die Chance, sich als Tor zum Nationalpark zu positionieren und die verbesserten Busverbindungen in Richtung Ruhestein prominent zu vermarkten.

Mehr Transparenz und offene Kommunikation zu den Bürger*innen

Screenshot von www.oppenau.de
©Stadt Oppenau

Der Informationsfluss aus Rathaus und Gemeinderat setzt bislang stark auf die Tagespresse. Die übrigen Informationskanäle, die der Stadt zur Verfügung stehen, werden zu wenig genutzt. Allen voran sollte das Verkündblatt und die Oppenau-App stärker für kommunalpolitische Themen genutzt werden. Denn Bürger*innen können sich über diese Kanäle unmittelbar und kostenfrei informieren – auch wenn sie die Tageszeitung nicht abonniert haben. Sich über die aktuellen Themen etwa im Gemeinderat informieren zu können, darf nicht davon abhängig sein, die Sitzungen zu besuchen oder die kostenpflichtige Tageszeitung zu abonnieren, die im Übrigen immer nur einen Teil der besprochenen Themen abbilden kann. Wir wünschen uns daher eine schnelle Veröffentlichung ausführlicher Protokolle oder Berichte zu den Sitzungen – etwa im Internet, im Verkündblatt und in der App. Wichtig ist uns zudem, dass Zusagen etwa zum Zeithorizont des Ausbaus von Breitband und Fernwärme auch tatsächlich eingehalten werden und Verzögerungen transparent kommuniziert werden.